Die Verantwortung für die Entwicklung der uns anvertrauten jungen Menschen prägt unser Handeln. Schülerpersönlichkeiten ganzheitlich fördern, ein gesundes Schulklima wahren und weiterentwickeln sowie Werte vermitteln sind dabei unser Anspruch.

1 Vorstellung der Schule

Das Ulf-Merbold-Gymnasium hat sich aus einer Reihe von gymnasialen Vorgängereinrichtungen seit 1872 entwickelt. Wir sind ein allgemeinbildendes Gymnasium. Die Verbindung humanistischer Bildung mit modernen Inhalten und Technologien ist ein wesentlicher Grundsatz unserer Arbeit. Eine solide Ausbildung mit modernen Lehr- und Hilfsmitteln, vielfältige Methodik und intensive Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen und Partnern sichern eine erfolgreiche Ausbildung und Anschlussfähigkeit unserer Schüler. Am UMG lernen ca. 650 Schüler, die von 55 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule wirkt als Ausbildungsschule und bildet regelmäßig und erfolgreich Referendare und Praktikanten aus. Im Sommer 2010 erfolgte der Bezug des jetzigen Schulgebäudes, in dem nach erfolgter Komplettsanierung alle Schüler unterrichtet werden können. Nur wenige Wochen nach dem Einzug in das neue Schulgebäude haben wir in einer feierlichen Veranstaltung am 09.09.2010 den Namen „Ulf-Merbold-Gymnasium“ erhalten. Die Schule liegt in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofes und des Bahnhofes. Angeschlossen ist eine Dreifelderhalle sowie eine Sportfreifläche. Wir verfügen über eine sehr schöne Aula sowie eine Schulbibliothek. Die Unterrichtsräume und Fachkabinette sind alle modern und zweckmäßig ausgestattet. In jedem Lehrraum steht ein interaktives Whiteboard mit Internetanschluss zur Verfügung.


2 Leitbild

Grundlagen der Bildung und Erziehung als Konsens des Kollegiums spiegeln sich in unserem Leitbild wider:
Leitbild des Ulf - Merbold - Gymnasiums Greiz:
Unser Gymnasium ist ein Ort des gemeinsamen Lernens.
Grundlegende Werte und Normen des sozialen Miteinanders besitzen an unserer Schule als Bildungs- und Lebensraum Verbindlichkeit.
Schüler, Eltern und Lehrer verstehen sich als Interessengemeinschaft zur bestmöglichen Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder und Jugendlichen.
Das Ziel unserer Bildungsarbeit besteht in der Vermittlung eines soliden Grundwissens für Studium und Beruf. Diesem Anspruch werden wir durch Zukunftsorientierung und Praxisnähe gerecht.
Unsere Erziehung orientiert sich an klassischen Werten und humanistischen Idealen. Wir streben ein hohes Maß an Lebenstüchtigkeit und Eigenverantwortung jedes Einzelnen an.
Gegenseitige Achtung und Respekt, Toleranz und Gerechtigkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin sowie Höflichkeit, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Fleiß prägen unseren täglichen Umgang miteinander.
Wir verfügen über feste Regeln und Traditionen im Jahresablauf, welche die Identifikation mit unserer Schule stärken.
Unser Gymnasium ist eine gesellschaftlich-kulturelle Triebkraft in der Region. Kooperationspartner unterstützen uns in unserer Arbeit.
Anwendbarkeit und Praxisbezug des Wissens erreichen wir durch vielfältige Methoden und Strategien der Wissensvermittlung, dabei wird jeder Schüler unter Beachtung seiner individuellen Voraussetzungen gefördert.
Ein sinnvoller Umgang mit den verschiedenen Medien befähigt unsere Schüler, diese im Alltag optimal zu nutzen.
Unser Konzept der Gesundheitserziehung motiviert Schüler und Lehrer zu einer entsprechenden Lebensweise.

3 Arbeit in den Qualitätsbereichen

Mittelfristige und konkrete Ziele unserer Arbeit finden sich in der jeweiligen Zielvereinbarung unseres Gymnasiums mit dem Staatlichen Schulamt Ostthüringen wieder.

3.1 Lehren und Lernen

Der Unterricht ist zentraler Bestandteil der Arbeit einer Schule. Wir gestalten die Lernangebote und die Lernumgebung so, dass die Schüler mit Erfolg und Freude lernen und die nötige Unterstützung sowie Wertschätzung erhalten. Hierbei streben wir eine Individualisierung des Lernens durch Maßnahmen der Binnendifferenzierung an. Im Unterricht werden vielfältige Lernformen eingesetzt.

3.1.1 Lernen lernen
In den Klassenstufen 5 und 6 werden die Schüler mit verschiedenen Lerntechniken und Lernstrategien vertraut gemacht. Dies geschieht in Verbindung mit außerschulischen Partnern. In den Folgejahren werden diese Techniken und Strategien schrittweise ausgebaut und vertieft.

3.1.2 Bilinguale Module
Wir unterrichten verschiedene Sachfächer (z.B. Geographie, Ethik, Geschichte) phasenweise in Englisch. Damit können fächerübergreifende Bezüge hergestellt und Unterricht teilweise mit Hilfe von originalen Dokumenten und Bezügen durchgeführt werden. Die zunehmende Bedeutung von Fremdsprachen für die spätere berufliche Entwicklung der Schüler wird dabei unterstrichen. Die Arbeit in bilingualen Modulen wird auf dem Zeugnis vermerkt.

3.1.3 Seminarfacharbeit
Alle Schüler erstellen in den Klassenstufen 10 bis 12 eine Seminarfacharbeit mit aktuellem oder regionalem Bezug. Durch diese Arbeit werden selbstständiges und wissenschaftspropädeutisches Arbeiten der Schüler gefördert.

3.1.4 Teilnahme an Wettbewerben
Um unsere Schüler noch stärker individuell zu fördern, motivieren wir sie zur Teilnahme an einer Vielzahl von Wettbewerben. Hierzu gehören unter anderem: Vorlesewettbewerb, Bundesfremdsprachenwettbewerb, Känguru-Wettbewerb, Heureka-Wettbewerb, Mathematikolympiade, Physikolympiade, Jugend trainiert für Olympia, Jugend forscht, schulinterne Meisterschaft in verschiedenen Sportarten u.v.m.

3.1.5 MINT-Bildung
Wir bieten in den Klassenstufen 11 und 12 ein breites Spektrum an naturwissenschaftlichen Kursen an. Der Unterricht in den Naturwissenschaften wird durch Wettbewerbe und Exkursionen in Betriebe oder Institutionen ergänzt und somit ein steter Bezug zu praxisnaher Anwendungsorientiertheit hergestellt. Im Bereich der Mathematik erfolgt eine frühzeitige Förderung durch Arbeitsgemeinschaften, individuelle Förderangebote sowie die Teilnahme möglichst vieler Schüler an der Mathematikolympiade sowie dem Känguru-Wettbewerb. Für den Wahlpflichtbereich der Klassenstufen 9 und 10 wird ein Fach „Angewandte Mathematik“ nach schulinternem Lehrplan angeboten. In den Klassenstufen 11 und 12 bieten wir zusätzlich zum regulären Unterricht den Kurs „mathe-plus“ an. Hier werden Lerninhalte, die deutlich über den Lehrplanstoff hinausgehen, in einer Doppelstunde pro Woche angeboten. Dieser Kurs erfreut sich großer Beliebtheit und wird sehr gut angenommen. Jährlich im Herbst wird gemeinsam mit dem Goethe-Gymnasium Reichenbach (Sachsen) ein Mathematik-Spezialistenlager durchgeführt. Hier werden an einem wechselnden außerschulischen Ort verstärkt mathematische Wettbewerbsaufgaben gelöst und die Schüler so auf die Teilnahme an den Landes-Mathematikolympiaden vorbereitet bzw. einfach nur in mathematischen Lösungsstrategien trainiert. Im naturwissenschaftlichen-technischen Bereich erfolgen Angebote im Rahmen des Wahlpflichtbereiches der Klassenstufen 9 und 10 in den Fächern Naturwissenschaften und Technik sowie Informatik. Langfristig etabliert sind Kurse im erweiterten Anforderungsbereich in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie Informatik-Kurse in der gymnasialen Oberstufe. Für Schülervorträge gelten am UMG klare Grundsätze. Diese sind in der Regel als Powerpoint- oder OpenOffice-Präsentation zu erstellen. Hierdurch wird die Medienkompetenz der Schüler nachhaltig gestärkt. Im Rahmen der Medienkundeausbildung erstellen die Schüler der Klassenstufe 7 Schuljahresarbeitsplaner für die Schüler und Lehrer unseres Gymnasiums. Die Schule ist darüber hinaus Standort für einen Korrespondenzzirkel, in dem mathematische Knobelaufgaben an Schüler von Grundschulen gestellt werden. Es erfolgt eine jährliche Auswertungs- und Auszeichnungsveranstaltung des Korrespondenzzirkels.

3.2 Schulkultur

Wichtige Verhaltensregeln und Normen sind in einem Konsens von Schülern, Eltern und Lehrern festgeschrieben. Diese Regeln werden in einem fortlaufenden Prozess unseren Schülern vermittelt und vorgelebt. Anlage: Flyer Werte und Normen

3.2.1 Zusammenarbeit mit Eltern
Nur durch die vertrauensvolle und aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus kann der Bildungs- und Erziehungsauftrag realisiert werden. Eltern können in den verschiedenen Mitwirkungsgremien über wesentliche Belange der Klassen oder der Schule mit entscheiden. Klassen- und Fachlehrer, Beratungslehrer, Oberstufenleiter sowie die Schulleitung informieren und beraten die Eltern in wichtigen Fragen der Leistungsentwicklung, bei sozialen Problemen oder in den Bereichen der Schullaufbahn- und Berufsberatung.

3.2.2 Zusammenarbeit mit der Schülervertretung
Durch regelmäßige Beratungen der Schülersprecher untereinander und mit der Schulleitung werden auftretende Probleme schnell benannt und Lösungsansätze gesucht. Die Schülervertreter in der Schulkonferenz üben ihr demokratisches Mitbestimmungsrecht aus. Schulleitung und Lehrer unterstützen die Schüler bei dieser Aufgabe.

3.2.3 Traditionen
Das UMG gestaltet jährlich ein Weihnachts- und ein Frühlingskonzert in der Vogtlandhalle Greiz. Der Schulchor, Solisten und Gruppen stellen ihr musikalisches Repertoire vor. Ein jährliches Schulfest bietet die Gelegenheit, Eltern und Verwandten Einblick in die schulische Arbeit sowie die Möglichkeit zu ungezwungenen Gesprächen mit Lehrern und Schulleitung zu geben.
Unsere Projektwoche mit jährlichem Themenschwerpunkt findet jeweils zum Ende des 1. Schulhalbjahres statt. Gleichzeitig führen wir ein Skilager für die 8. Klassen durch.
9. und 10. Klassen nutzen diese Woche für die theoretische und praktische Berufs- bzw. Studienorientierung. Die Kursstufen widmen sich den Kolloquien innerhalb des Seminarfaches.
Am letzten Unterrichtstag des Schuljahres werden Schüler, die bei Wettbewerben und Wettkämpfen erfolgreich waren oder sich anderweitig für die Schulgemeinschaft engagiert haben, vor der gesamten Schülerschaft im Rahmen einer Festveranstaltung in der Vogtlandhalle Greiz ausgezeichnet. Zusätzlich erhalten die Besten einer jeden Klasse ihr Zeugnis auf dieser Veranstaltung durch den Schulleiter überreicht. Arbeitsgemeinschaften und Sportmannschaften geben Schülern die Möglichkeit, individuellen Interessen nachzugehen und sich so weiter in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln. Die 10. Klassen führen die Schüleraufsicht in den großen Pausen durch. Der Namensgeber der Schule, Herr Dr. Ulf Merbold, wird regelmäßig zu den Höhepunkten des Schuljahres eingeladen.

3.2.4 Gesundheitskonzept
Unsere Schule arbeitet gemeinsam mit der AOK im Projekt „Gesunde Lebenswelt Schule“. Hier werden Fragen der Gesundheits- und Präventionserziehung in verschiedenen Unterrichtsfächern und Projekten ebenso thematisiert wie die Problematik der Pausenversorgung oder Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulhof. Im Rahmen der AG Rettungsschwimmen erlernen die Schüler theoretische und praktische Grundlagen der Ersten Hilfe und des Rettens im und am Wasser. Sie erhalten bei Abschluss die Rettungsschwimmerlizenz „Silber“. Hier werden soziale Kompetenzen gestärkt und die körperliche Fitness erhöht.
Für Schüler ab Klassenstufe 9 werden Erste-Hilfe-Kurse angeboten, um die für Führerschein etc. nötigen Berechtigungen zu erwerben.

3.3 Kooperation und Kommunikation

3.3.1 Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen und Einrichtungen
Das UMG hat Kooperationsvereinbarungen mit verschiedenen außerschulischen Partnern. Hierzu gehören unter anderem die Stadt- und Kreisbibliothek Greiz, das Textilforschungszentrum Thüringen-Vogtland e.V., das Kreiskrankenhaus Greiz, die Musikschule Greiz, die Handwerkskammer Ostthüringen sowie die Agentur für Arbeit Gera. Ziel ist die Unterstützung des Unterrichtes an außerschulischen Lernorten, die Intensivierung der kulturellen Arbeit sowie die Berufsberatung. Hierbei nutzen wir das gesellschaftliche Umfeld der Schule (auch) als wissenschaftliche Begleitung und Ergänzung des Unterrichts.
So erfolgt eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Greiz. Hier erwerben die Schüler ab Klassenstufe 7 Kenntnisse im Umgang mit historischen Quellen und zur Regionalgeschichte.
Im Rahmen der Ersten-Hilfe-Kurse erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem DRK, welches Ausbilder und Ausbildungsmaterialien bereitstellt.
Der Seniorenbeirat der Stadt Greiz führt einmal monatlich einen Internet-Kurs für Senioren am UMG durch. Hierbei wird er regelmäßig von Schülern des Gymnasiums unterstützt.

3.3.2 Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Auch mit Wirtschaftsunternehmen der Region existieren vielfältige Kontakte zur Unterstützung des Unterrichtes, der Seminarfacharbeiten sowie der Berufsberatung. Seit dem Schuljahr 2011/12 wird eine Studien- und Berufsorientierungsveranstaltung mit regionalen Unternehmen durchgeführt.

3.3.3 Schulpartnerschaften und Austausche
Das UMG pflegt seit 2007 eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Studenska in Havirov. Jährlich erfolgen gegenseitige Besuche der 9. Klassen. Am Comenius-Programm beteiligen wir uns gemeinsam mit unserer tschechischen
Partnerschule sowie Schulen aus Polen und der Slowakei im Zeitraum 2011-13. Unsere Schule ist Teilnehmer am GAPP-Programm. Leider konnten bedingt durch die Finanzkrise seit 2008 keine Austausche mit US-amerikanischen Schülern mehr erfolgen.

3.3.4 Zusammenarbeit im Kollegium
Nur durch eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit im Kollegium können wir unseren Ansprüchen als Schule gerecht werden. Fach-, Klassen- und Lehrerkonferenzen bieten Raum für pädagogischen Austausch und inhaltliche Diskussionen zu Fragen der Unterrichtsgestaltung und des Schullebens. Gegenseitige Hospitationen zum Zwecke des gegenseitigen Lernens streben wir an.

3.4 Ziele und Strategien

Anvisierte Schulentwicklungsprozesse, Konzepte, Ziele und Profilierungen spiegeln sich im Rahmen der Eigenverantwortlichkeit des UMG (laut §40b ThürSchulG) wider. Unser Gymnasium hat sich für den Zeitraum Dezember 2011 bis Dezember 2015 folgende Ziele vorgenommen:

Ziel 1 der Schule
Wir erreichen eine Individualisierung des Lernens durch Maßnahmen der Binnendifferenzierung.

Teilziele:
1. Wir erstellen individuelle Lernarrangements auf der Grundlage vorheriger Lernstandserfassungen in ausgewählten Fachbereichen der Klassenstufen 5, 6 und 7.
2. Wir erstellen bilinguale Unterrichtsbeispiele in ausgewählten Fachbereichen und multiplizieren diese im Kollegium.
3. Wir verstärken den Einsatz der Projektarbeit und des Stationslernens als Unterrichtsformen in ausgewählten Fachbereichen.

Ziel 2 der Schule
Wir erhöhen die methodisch-didaktischen Kompetenzen
unserer Kolleginnen und Kollegen

Teilziele:
1. Wir entwickeln eine Kultur des Gruppenlernens im Kollegium zur Nutzung des methodisch-didaktischen Potentials der Lehrer unter intensiver Einbeziehung der SMART Boards in die Planung und Durchführung des Unterrichts.
2. Wir nutzen das gesellschaftliche Umfeld der Schule als wissenschaftliche Begleitung und Ergänzung des Unterrichts.

Ziel 3 der Schule
Wir entwickeln eine Lehr- und Bewertungskultur zur effektiven Entwicklung
aller Lernkompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

Teilziele:
1. Wir setzen fachübergreifende Operatoren und Bewertungskriterien unter dem Anspruch erhöhter Objektivität und Transparenz um.
2. Wir erarbeiten fächerverbindende Stoffverteilungspläne in ausgewählten Fachbereichen.