Als einzige Klassenstufe dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen in Projekte einwählen: in diesem Jahr stehen ein Matheprojekt, das Tanzen, die Arbeit mit eigenen Legorobotern, das Skatspiel, ein Geschichts- und ein Videoprojekt zur Auswahl.
Großer Beliebtheit erfreut sich jährlich das Tanzprojekt. Unter der fachkundigen Anleitung von Tanzlehrer Sebastian von der Gerarer Tanzschule Step-BY-Step mit Unterstützung durch unsere Musiklehrerinnen Frau Pönitz und Frau Liebergesell erarbeitet die reine Mädchengruppe zunächst gemeinschaftlich zwei Choreographien. Danach dürfen sich die Teilnehmerinnen in kleineren Gruppen eigene Schritte und Bewegungen ausdenken. Kreativität, Abwechslung und Bewegung stehen hierbei im Vordergrund. Zusammen als Team macht das Erlernen der Schrittfolgen (erst Füße, dann Arme, dann beides mit Musik) natürlich mehr Freude - in den Worten der Schülerinnen ist das Projekt "spaßig", "cool" und "interessant". Ein Höhepunkt ist sicherlich die Arbeit in der Tanzschule vor Ort: zwei Tage der Projektzeit werden die Tänze vor Spiegeln in der Tanzschule Gera geübt und gefestigt. Die Ergebnisse dieser Anstrengung werden zum Tag der offenen Tür vorgestellt.
Bei Frau Reime im Skatprojekt ist weniger die kreative Bewegung gefragt, sondern vorausschauendes Denken und Analyse des Gegners nötig. Auch dieses Projekt ist bei unseren 7. Klassen beliebt, obwohl die Woche mit der Erklärung der vielen Spielregeln anfing. Die letzten Tage wurde gemischt, gespielt, gereizt, nachgedacht und oft gelacht. Aus der Sicht der Schüler ist dieses Projekt kaum zu verbessern. Natürlich werden über den Verlauf die Punkte gesammelt, um den Projektsieger zu ermitteln. Aktuell führen zwei Schüler das Ranking vor Frau Reime an.
Wer gerne bastelt und Geschichte mag, ist bei Frau Röder gut aufgehoben. Jede Teilnehmergruppe erstellt ein eigenes Spiel mit dem Schwerpunkt Mittelalter - beispielsweise wird aus dem Spielklassiker "Mensch ärgere dich nicht" ein historischer Kampf um Gut gegen Böse. Die Arbeit in den Gruppen ist bisweilen aufgrund der unterschiedlichen Ideen und Meinungen ein wenig anstrengend, aber dank des vielfältigen Materials wie Papier, Pappe, Nadeln, Socken, Knöpfe, Holz, Heißkleber, Stifte, Faden, Stoff, Wolle und Watte ist das Projekt vielseitiger als andere. Diese kreative Vielfalt zeigt sich schon beim Betreten des Raumes: an den Gruppentischen türmen sich die unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen. Mehrfach positiv erwähnt ist die Möglichkeit, alle selbst gestalteten Spiele auch durchspielen zu können. Bei einer Runde Wikingerschach auf dem Schulparkplatz ist die Stimmung gegen 11 Uhr besonders gut. Projektleiterin Frau Röder ist auf Nachfrage mit der Gruppe und dem Einsatz ihrer Teilnehmer sehr zufrieden.
Dass man "Mathe knicken kann", wird sicherlich der eine oder die andere Schülerin manchmal so für sich denken. In dieser Projektwoche darf man den Spruch ruhig wörtlich nehmen, denn bei Projektleiter Herrn Schimmel steht das Falten, Knicken und Erkennen von geometrischen Formen im Vordergrund. Nach einer kurzen Einführung wird farbenfroh gefaltet, gefaltet, gefaltet - und auch zusammengesteckt. Es entstehen Dodekaeder, Sterne, Oktaeder und Rhombenkuboktaeder. Feinmotorik, Ausdauer und Kreativität werden benötigt und auch gefördert.
Ein digital gestütztes Projekt mit einem hohen Technikanteil ist die Videoproduktion zum Thema Mobbing. Die Projektgruppe denkt sich einen eigenen Kurzfilm aus, der in kleinen Szenen gefilmt und geschnitten werden muss. Unter Leitung von Herrn Neitzel und unterstützt durch Frau Seevers können die Schüler kreativ werden und finden das Projekt toll, weil die meisten Spaß am Filmen und Schauspielern haben. Nachdem die Rollenverteilung besprochen ist, wird im Klassenzimmer und auch auf dem Schulhof gefilmt. Bei diesem Projekt ist nicht nur Technikwissen gefragt, sondern auch Teamwork - es müssen alle diszipliniert und auch verständnisvoll zusammenarbeiten. Am Ende hilft das Projekt Konflikte friedlicher zu lösen.
In Herrn Lösers Roboterprojekt dreht sich alles um die Technik. Wer Lego mag, entscheidet sich meist aus diesem Grund für das Projekt. Zuerst üben alle, einen Roboter nach Anleitung zu bauen, der sich über das Tablet steuern lässt. Wer das geschafft hat, baut sich seinen eigenen Roboter, der fahren können soll. Die Teilnehmer berichten, dass die Arbeit mit der Technik das Gehirn fordert und man sich sehr konzentrieren muss. Insgesamt sind die Schüler sehr zufrieden mit ihrer Projektarbeit.
Für den Donnerstag ist der Abschluss aller Projekte und die Vorstellung der Ergebnisse in der Abschlussveranstaltung geplant.
Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz 







